Das heutige Christentum – "Dreipersönlicher" Gott

Bei den Bibelfälschungen wird dargestellt, dass nicht nur ‘der Heilige Geist’ eine Erfindung ist, sondern dass auch Jesus nie gesagt hat, er sei Gott. "Christus lehrte einen einpersönlichen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Er kennt keinen Gott in drei Personen, wie es die katholische Kirche und andere christliche Kirchen lehren. Nur der Vater ist Gott. Kein anderer ist ihm gleich, weder der Sohn, noch das, was ihr ‘Heiliger Geist’ nennt."1)

  • "Der Vater ist größer als ich." (Johannes 14,28) Christus ist nicht so groß wie der Vater.
  • "Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott." (Johannes 20,17). Er bezeugt hier also ganz klar, dass er nicht Gott ist.
  • "Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut, als Gott allein." (Lukas 18,19) Er nennt also den Vater den allein Guten.
  • "Du hast dem Sohne die Macht über alles Fleisch verliehen, damit er allem, was du ihm gegeben hast, ewiges Leben verleihe." (Johannes 17,2) Weil Gott über allem steht, darum kann er auch Macht geben, wem er will. Er hat alle Macht dem Sohne verliehen.

Auch die Apostel lehren nichts anderes als einen einpersönlichen Gott:

  • "Wir wissen, dass es keinen anderen Gott gibt als den einen. Denn mag es auch sogenannte Götter, sei es im Himmel, sei es auf Erden, geben – es gibt ja viele solcher Götter und viele Herren – so gibt es für uns Christen doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und für den wir geschaffen sind." (1. Korinther 8,4–6)
  • "Der Gott unseres Herrn Jesus Christus wolle euch einen Geist der Weisheit geben." (Epheser 1,17) Hier bezeichnet Paulus den Vater als ‘den Gott Jesu Christi’.

"Euer gesunder Menschenverstand muss euch sagen, dass Christus, wenn er Gott gewesen wäre, am Kreuz nicht hätte ausrufen können ‘Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?’ Gott kann sich doch nicht selbst verlassen. Und wenn es in der Heiligen Schrift heißt, durch die Kraft des Vaters sei Christus von den Toten erweckt worden, weshalb war dann die Kraft des Vaters dazu nötig, wenn Christus selbst Gott war? Nach seinem Tode hatte er doch alles Menschliche abgelegt und war nur noch Gott und als solcher dem Vater in allem gleich, wie ihr lehrt. Er hatte also dieselbe Kraft wie der Vater. Warum denn die Kraft von einem anderen benötigen, wenn man sie selbst besitzt? Das sind doch unlösliche Widersprüche." (Greber, a.a.O., S.363f.)

Die Lehre der Dreieinigkeit ist eine bloße menschliche Erfindung. Wenn es einen solchen Gott gäbe, wäre darüber doch bereits im Alten Testament berichtet worden. Statt dessen kennt die Bibel, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, nur einen Gott in einer Person. "Der Vater ist Gott und zwar der alleinige Gott. Keiner der Söhne Gottes, weder der Erstgeborene noch die anderen Söhne Gottes, sind Gott." (Greber, a.a.O., S.363)

Gott ist der höchste Geist und er ist eine einzige Persönlichkeit. Gott ist als selbständiges, denkendes und wollendes Wesen Persönlichkeit. Er ist also nicht nur ein "Zustand" oder eine "Kraft". Er hat auch eine konkrete Gestalt und kann von Geistwesen gesehen werden, denn wie das Materielle ein Abbild des Geistigen ist und alles Materielle Form und Gestalt hat, so hat es auch das Geistige.



1) Johannes Greber – Der Verkehr mit der Geisterwelt Gottes, seine Gesetze und sein Zweck. Selbsterlebnisse eines katholischen Geistlichen, 8. Auflage 1985, Johannes Greber Memorial Foundation, New York, S.362

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