Gebete

Bibel

Warum werden hier Gebete vorgestellt?

Weil das Gebet so wichtig ist (vgl. Quelle). Aber auch deshalb werden hier Gebete vorgestellt, weil Menschen manchmal beten möchten, aber nicht wissen, wie man das macht. Niemand hat sie je das Beten gelehrt. Sie haben keinen Kontakt zu Menschen, die sie das Beten lehren.

Auch Jesus hat die Bedeutung des Gebets betont (Markus 11,24 und Johannes 15,7). Jesus hat nicht nur selbst zu seinem Vater gebetet (Matthäus 14,23; 26,39–44). Er hat uns auch ermahnt, nie des Betens überdrüssig zu werden (Lukas 18,1). Er hat uns gelehrt, wie wir beten sollen. So gab er uns das "Vater Unser" (Lukas 11,2–4). Auch sollen wir im Verborgenen beten und uns dazu nicht "an die Straßenecke" stellen (Matthäus 6,6). Alles, was wir im Gebet erflehen, werden wir erhalten, wenn wir das feste Vertrauen haben, daß wir es empfangen (Markus 11,24 und Johannes 15,7). Voraussetzung dafür ist, daß wir unser Leben in der rechten Art und Weise führen und daß das, was wir erbitten, gut für uns ist. Es kommt dabei also auf den Gottesglauben an. Wenn wir tun, was Gott will, so tut Gott auch das, was wir wollen.


Im folgenden daher Gebete für jeden, der zu Gott sprechen möchte. Zuerst erscheint das Gebet, dann ein paar Gedanken zu dem Gebet.

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Unser Vater, der du bist im Himmel,

geheiligt werden dein Name,

deine Geisterwelt komme zu uns;

dein Wille geschehe im Jenseits und im Diesseits;

gib uns heute das Brot für den folgenden Tag;

vergib uns unsere Sünden, wie auch wir denen vergeben, die sich gegen uns versündigt haben.

Und laß uns nicht los von deiner Hand, damit wir nicht der Versuchung zum Opfer fallen,

sondern befreie uns von dem Bösen! (Lukas 11,2–4)

So lautet das "Vater Unser" in seiner ursprünglichen Form. Sie ist in Johannes Grebers Übersetzung des Neuen Testaments zu finden (siehe auch Literatur). Es sollte jeden Tag gebetet werden. Die meisten Leute beten allerdings nur oberflächlich. Sie verbinden sich nicht mit Gott und "plappern" nur, ohne mit dem Gefühl dabei zu sein. Gerade das Vater Unser eignet sich hier zum "meditieren", da jeder Satz einen tieferen Sinn hat, der sich einem umso besser erschließt, je mehr geistchristliches Wissen man hat. Da es auch kein langes Gebet ist, kann man es leichter schaffen, von Anfang bis Ende mit den Gedanken dabei zu bleiben.

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Lieber Vater im Himmel,

ich möchte an dich glauben.

Hilf mir, zu dir zu finden.

Vielen Menschen mangelt es an Glauben. Am Glauben an Gott. Sie sind sich vielleicht unsicher, ob sie glauben sollen oder nicht. Lehnen Gott vielleicht vehement ab mit den Worten "Es kann ihn gar nicht geben". Oder sie leben tagein, tagaus gleichgültig dahin. Gerade für die letzteren ist es sehr wichtig, jeden Tag oben stehendes Gebet zu beten. Auch in der Bibel gab es schon einen, der dieses Gebet ähnlich gebetet hat: "Ich glaube! Hilf mir, den Mangel an Glauben zu überwinden (Markus 9,24)".

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Allmächtiger Vater

des Heils und des Friedens,

im Namen unseres höchsten Friedensfürsten – Jesus Christus – bitten wir dich:

Sende du aus deine unendlichen Heerscharen

des Friedens,

der Versöhnung und des Heils

und laß einfließen in alle Menschenherzen

und in alle Seelen der Machthaber dieser Erde:

deine Kräfte des Wohlwollens

und der Hilfsbereitschaft,

der Bescheidenheit und der Verzeihung,

der Friedfertigkeit und des Gottesglaubens.

Laß dein heiliges Licht

der Gnade und Erbarmung in alle Wesen dringen,

auf daß Erlösung und Freiheit mächtig wirke.

Möge das schwelende Feuer

durch deinen himmlischen

Tau des Friedens gelöscht werden.

Mögen alle trennenden Mauern in ein Nichts versinken,

und deine himmlische Güte, Kraft und Weisheit

allen Menschen offenbar werden.

Denn du bist die unüberwindliche Wache

über unseren Geist,

unsere Seele und unseren Körper,

über unser Wirken und Leben.

Dein heiliger Wille, Vater,

geschehe jetzt und allezeit!

Amen.

Dieses Friedensgebet wurde 1951 durch ein Tieftrance–Sprechmedium während eines geistchristlichen Gottesdienstes von einem Geist der Wahrheit, der sich für uns Menschen Josef nennt, übermittelt.

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Lieber himmlischer Vater,

ich möchte für alle Verstorbenen beten, vor allem für die erdgebundenen Geister, welche ziellos umherirren und noch nicht bei dir ankommen konnten. Sei ihnen gnädig und laß ihnen ein Licht leuchten, daß sie den Weg zu dir finden. Sende ihnen deine Engel der Erkenntnis und des Beistands, damit sie sich dir zuwenden und in deine göttliche Ordnung finden und diese Erde endlich verlassen dürfen. Laß nicht zu, daß umherirrende Seelen auf der Erde lebende Menschen zu bösen Taten verleiten oder sogar ihre Körper besetzen.

Lieber himmlischer Vater, in allem geschehe dein Wille, jetzt und immerdar.

Amen.

Viele Seelen, welche hier einst auf Erden als Menschen gelebt haben, sind in sogenannten Läuterungsstufen. Dort müssen sie sich weiter bewähren und oft noch Aufgaben bewältigen, welche sie eigentlich als Mensch zu lösen gehabt hätten, aber nicht gelöst haben.

Im Jenseits dauert das allerdings ein Vielfaches der Zeit wie auf Erden. Oft brauchen Verstorbene schon jahrzehnte Zeit, sich ihrer Situation bewußt zu werden und zu verstehen, daß sie nicht mehr als Mensch leben. Daher ist es wichtig, für diese armen Seelen zu beten. Dort, wo ihre Seelen sind, hören sie unsere Gebete und sind dankbar, weil es ihnen leichter fällt, sich Gott zuzuwenden. Ein Gebet für sie ist wie Balsam für ihre Seelen. "Es ist also ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten" (2. Makkabäer 12,46).

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Lieber himmlischer Vater,

Laß dein Licht meiner Zunge Wächter sein,

und deine Liebe mein Herz erfüllen.

Laß deine Güte meine Augen lenken,

und deine Weisheit Filter meiner Ohren sein.

Laß deinen Frieden meinen Atem tränken.

Dieses Gebet wurde einer Geistschwester während eines Gottesdienstes eingegeben. Die Worte waren plötzlich da und haben sie den gesamten Gottesdienst über begleitet.

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Herr, laß du im Namen deines Sohnes Frieden werden auf Erden.

Gib du allen das tägliche Brot und laß deine Kraft durch alle dringen, auf daß sie deinen Willen erkennen.

Gib du allen die Kraft des Glaubens und Gefühle der Ehrfurcht!

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Im Namen unseres Herrn Jesus Christus bitten wir für den Frieden der ganzen Erde.

Sende aus, himmlischer Vater, deine Engel, damit sie den Frieden verbreiten überallhin, damit das Reich der Harmonie zur Erde komme, wie es bei dir ist.

Wir loben und preisen dich, allmächtiger, gütiger Gott!

Durchgegeben von Geistlehrer Josef am 23. Sept. 1950, veröffentlicht in "Geistige Welt" 39/50, S.312–317, "Geistiges Erleben im Schlafe"

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O Gott, wenn es wahr ist, daß du existierst, so bitte ich dich von Herzen: Lehre mich dich erkennen! Zeige mir die Wahrheit und führe mich den rechten Weg! - Amen.

So durchgegeben an Johannes Greber: "Die, welche noch nicht an Gott glauben, sollen doch zu Gott, wenn auch nur bedingsweise, beten. Sie mögen das Gebet ihrem augenblicklichen Zustand anpassen."
Quelle: "Der Verkehr mit der Geisterwelt Gottes, seine Gesetze und sein Zweck. Selbsterlebnisse eines katholischen Geistlichen, 8. Auflage 1985, Johannes Greber Memorial Foundation, New York, S.135"

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